Die Linke könnte an einem schönen Morgen finden, daß ihr parlamentarischer Sieg und ihre wirkliche Niederlage zusammenfallen.

(Marx 1848, MEW 5/385)

Schule
Das Sterben der Volksschulen geht weiter...
von Hans Elas am 11. September 2010

Zu Beginn des Schuljahres 2010/11 meldet die Süddeutsche Zeitung diverse Baustellen an. Eine davon ist die „neue“ Mittelschule, die die alte Hauptschule ablösen soll, damit sich an den bestehenden Schulstrukturen nichts ändert. Lassen wir Tina Baier, die Journalistin der SZ zu Wort kommen. Sie schreibt:

„Darum geht’s: Ziel der Mittelschulreform war, das Hauptschulsterben aufzuhalten. Wegen Schülermangels mussten in den vergangenen Jahren reihenweise Hauptschulen schließen. Fast zwei Drittel der 979 Hauptschulen in Bayern werden sich in diesem Schuljahr als Mittelschule bezeichnen oder Mitglied eines Mittelschulverbunds sein.

Das sagt der Minister: Die Mittelschule ist Bildungsgerechtigkeit; alle Jugendlichen in Bayern sollen die Möglichkeit haben, in der Nähe ihres Wohnorts einen Mittleren Schulabschluss zu machen. In der Mittelschule werden die Kinder schon ab der fünften Klasse individuell gefördert, weil es dort jetzt eine Intensivierungsstunde zusätzlich gibt.

Das sagen die Kritiker: Eine einzige Intensivierungsstunde ist ein Witz. Damit kann der Unterricht nicht viel individueller werden, als das ohnehin schon an den meisten Hauptschulen der Fall war. Überhaupt bietet die Mittelschule im Vergleich zur Hauptschule nichts Neues.

Das ist die Prognose: Eltern und Schüler werden merken, dass die Mittelschule nur eine Hauptschule unter anderem Namen ist. Sie werden deshalb auch die Mittelschule meiden. Das Sterben der Volksschulen geht weiter, im besten Fall etwas langsamer als ohne die Reform.“ (SZ, 11.9.10)

 

Im Landkreis Erding lässt man sich in diesem Schuljahr noch nicht auf die Mittelschule ein. Bei den Vorbesprechungen hatten sich unerwartete Planungsprobleme ergeben. Aber ab 2011/12 soll’s losgehen.

Als weitere Baustellen werden in der SZ benannt: Doppelter Abiturjahrgang, Lehrermangel, Ganztagsschule und Flexible Grundschule.

 
Kommentare (1)
ARTIKEL VON TINA BAIER in SZ. "ANREGEN STATT FRUSTRIEREN"
1Dienstag, den 13. September 2011 um 21:02 Uhr
Heidi REITEL
Eine sachliche Diskussion ist gar nicht, Was DIESE
FRAU BAIER INTERESSIERT. SIE WILL NUR
mit zusammengestellten Worten KRITIK und UNFRIEDEN
UND A U F R U H R in die Welt setzen!
Von verschiedenen angeborenen Gaben, Talenten
oder angeborenen Handicaps hat diese Frau wohl noch n i e gehört! JEDER MESCH IST MIT EINEM
GENAU AUF I H N ZUGESCHNITTENEN LEBENSPROGRAMM
AUF DIE WELT GEKOMMEN! WENN SIE ÜBER DIE
NOTWENDIGEN KENNTNISSE ÜBER DAS LEBEN VERFÜGTEN,
WÜRDEN SIE NICHT SOLCHE PAROLEN VON SICH GEBEN!
- Aber: Das habe ich jetzt auch lernen müssen:
MENSCHEN DENKEN GAR NICHT! SIE W E R D E N
G E D A C H T! DAHER GIBT ES ALSO EIGENTLICH
AUCH über GRÖßTEM GEÄUSSERTEN UNSINN NICHTS ZU
MECKERN. "DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN".
Das sind eben die Menschen!
Mit freundlichem Gruß
Heidi Reitel

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