„Am Schaffen ist noch keiner gestorben. Daß sie einen aus der Fabrik tragen, weil er zuviel gearbeitet hat, das habe ich noch nicht erlebt.“

Werner Niefer,  Vorstandsvorsitzender Mercedes Benz AG 1989-93

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Lohn/Gehalt
Alles geht kaputt ... und ich lache ?
von Sepp Aigner am 19. August 2010

Zwischen dem Kampf um Verbesserungen innerhalb des Bestehenden und einer radikalen Kritik des Bestehenden liegt nicht Verrat, sondern ihre Konkretion

Am Schießstand rot-grüner, schwarz-gelber Regierungspolitik

Seit Jahren wird eine Reform-Salve nach der anderen abgefeuert. Den Projektilen werden Liebesgrüße eingeritzt: Hartz I, II, III, IV, Agenda 2010 … Es fehlt nur noch 9/11.

Das Tempo ist atemberaubend, an Munition wird nicht gespart. Mal geht der Schuss ins Knie, mal in die Hüfte[1]… Deckung suchen, Fluchtwege ausfindig machen ist für viele erschöpfender Alltag. In den Gefechtspausen verteilen rot-grüne Schützen auch mal Verbandspflaster (Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe, Anhebung der Zuverdienstgrenze für ALG-II-BezieherInnen) und Placebos (ab 2006 müssen Manager börsennotierter Aktiengesellschaften ihre Bezüge offen legen). Sie selbst nutzen die Ruhephasen, studieren die Wirkung, verändern den Schusswinkel, optimieren die Munition, bilden neue Kanoniere aus …

Die reformistische Linke beklagt ›unnötige‹ Härten, hebt die verstreuten Hülsen auf – und feilt das Kaliber der Reformprojektile von sieben auf Sechskommafünf Millimeter herunter.

Die radikale Linke scheint unbekümmert dazustehen. Sie berechnet cool die Flugbahn der Projektile, analysiert deren Durchschlagskraft … um dann wieder aufs Ganze zu gehen: »Revolution ist großartig – alles andere ist Quark!«[2]

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Leiharbeit
Zeitarbeit, Leiharbeit
von Sepp Aigner am 19. August 2010

Die Zeitarbeit bekommt Gegenwind aus der Mitte der Gesellschaft

Nach dem Ende der Zeitarbeit bleiben nur sieben Prozent der zuvor arbeitslosen Leiharbeiter dauerhaft in regulärer Beschäftigung. Dies ist ein zentrales Ergebnis einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde.

Außerdem haben die betroffenen Arbeitnehmer „einen Lohnnachteil in substanzieller Höhe“, denn sie verdienten 20 bis 25 Prozent weniger als regulär Beschäftigte, so die Forschungsgruppe. Die aktuelle Anzahl der Leiharbeiter liege bei etwa 750.000, Anfang 2004 seien es noch 300.000 gewesen. Die Mehrzahl arbeite im Produktionssektor, sei männlich und habe ausländische Wurzeln. Etwa die Hälfte der Leiharbeitsverhältnisse endet nach der Studie bereits innerhalb von drei Monaten.

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Schule
Mittelschulverbünde sollen die Hauptschule vorübergehend retten
von Hans Elas am 27. Juli 2010

Kommunen müssen für höhere Beförderungen aufkommen

Ein Gespenst geht um im Landkreis Erding und es heißt Schulschließung. Von der Schließung bedroht sind weder Gymnasien noch Realschulen, diese können sich des Zulaufs kaum erwehren. Bedroht sind Hauptschulen. Längst hat man sich von der Forderung des legendären Kultusministers Hundhammer verabschiedet, Schulen müssten „ergehbar“ sein. Was soviel heißen soll wie: Die Schule muss im Dorf bleiben. Der Schulbus ist aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Und für die vorläufige Rettung der Schulart Hauptschule soll der Schulbus eine noch wichtigere Funktion bekommen. Mehr Beförderung im Schulbus bringt natürlich höhere Beförderungskosten. Und die bleiben bei den Kommunen hängen.

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Straße
Nach der A94 nun die ODW?
von Stefan Brandhuber am 29. Juli 2010

In den nächsten Jahren drohen den Menschen in und um Dorfen durch die Umsetzung von zwei Straßenprojekten erhebliche Zerstörungen des natürlichen Stadtumfeldes und eine deutliche Zunahme des motorisierten Individualverkehrs.

Die A94 ist bis auf die Trasse Dorfen zwischen Ampfing und Pastetten fast fertig. Der letzte Versuch der Aktionsgemeinschaft gegen die A94, die Autobahn durchs Isental gerichtlich zu verhindern hat wenig Erfolgschancen. Mit zügigem Baufortschritt ab Herbst 2010 ist deshalb zu rechnen. Die A94 wird dann nur wenige hundert Meter südlich von Dorfen verlaufen, eine in Stadtnähe geplante Autobahnausfahrt wird zusätzlichen Zubringerverkehr auf der B15 erzeugen.

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Verschiedenes
Landshut: Solidaritaet mit Fluechtlingen
von Sepp Aigner am 27. Juli 2010

Ein beispielhafter Erfolg

Die niederbayerische Bezirksregierung hat versucht, 87 Fluechtlinge, die man in Landshut in erbaermlichen Baracken untergebracht hatte, in ein kleines Dorf im Bayerischen Wald mit weniger als hundert Einwohnern zu verbringen. Den Barackenbewohnern wurde das wenige Tage vor der geplanten Verschubung mit einem Bescheid mitgeteilt, in dem gleich darauf hingewiesen wurde, dass im Weigerungsfall Polizeigewalt angewendet werde.

Die vorgeschobene Begruendung fuer die Eile war die angebliche Sorge um die Fluechtlinge. - Die Baracken seien baufaellig, ein unter ihnen befindliches Gewoelbe bedeute Einsturzgefahr, mithin Lebensgefahr.. Dieser Umstand ist seit mindestens 1992 bekannt. Aber ploetzlich, im Juli 2010, uebermannte die Sorge um die Fluechtlinge die Verantwortlichen. Zufaellig gab es in ganz Landshut keine andere Moeglichkeit, sie unterzubringen, sondern nur in einem abgelegenen Winkel im Bayerischen Wald.

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